Diese Medikamente können Inkontinenz auslösen

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Medikamente sind für viele Menschen ein fester Bestandteil des Alltags und helfen dabei, die unterschiedlichsten gesundheitlichen Beschwerden zu behandeln und zu kontrollieren. Allerdings können manche Arzneimittel Nebenwirkungen verursachen, die den täglichen Ablauf beeinträchtigen.

In diesem Beitrag werfen wir einen Blick auf einige Medikamente, die Urinverlust auslösen können. Wenn Sie von Harninkontinenz betroffen sind, sollten Sie dazu Ihren Arzt kontaktieren.

Medikamente, die Inkontinenz auslösen können

Viele Menschen wissen nicht, dass bestimmte Medikamente eine Inkontinenz begünstigen können. Das bedeutet jedoch in den meisten Fällen nicht, dass die Blase „die Kontrolle verliert“. Stattdessen regen einige Medikamente die Urinproduktion an – und wenn die Blase schneller voll wird, kann es schwieriger sein, den Harndrang zurückzuhalten. Das kann zu einem plötzlichen Drang oder auch zu kleinen ungewollten Urinverlusten führen.

Im Folgenden schauen wir uns einige der Medikamente an, die diese Art von Problemen häufiger verursachen können.

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Diuretika

Diuretika – oft auch „Wassertabletten“ genannt – werden von Ärzten meist verschrieben, um den Blutdruck zu senken. Sie helfen dabei, überschüssiges Wasser und Salz aus dem Körper auszuschwemmen. Dadurch steigt jedoch auch die Urinproduktion, und es kann sein, dass Sie deutlich häufiger zur Toilette müssen.

In manchen Fällen kann die Einnahme von Diuretika zu einer Überlaufinkontinenz führen. Dabei füllt sich die Blase so stark, dass etwas Urin ungewollt austritt. In anderen Situationen kann eine Dranginkontinenz auftreten: Sie verspüren plötzlich einen sehr starken Harndrang – manchmal so dringlich, dass Sie es nicht rechtzeitig auf die Toilette schaffen.

Durch die erhöhte Menge an Urin in der Blase kann auch eine Belastungsinkontinenz entstehen. Das bedeutet, dass bei körperlicher Anstrengung, wie Husten, Niesen oder Sport, kleine Mengen Urin verloren gehen.

Antidepressiva

Depression ist eine komplexe und weit verbreitete Erkrankung, die häufig mit Antidepressiva behandelt wird. Manche dieser Medikamente können jedoch die Fähigkeit beeinträchtigen, die Blase vollständig zu entleeren. Dadurch kann es zu einer Überlaufinkontinenz kommen – die Blase wird zu voll, und kleine Mengen Urin gehen ungewollt verloren.

Einige Antidepressiva können außerdem dazu führen, dass Sie weniger gut wahrnehmen, wann Sie zur Toilette müssen. Wenn die natürlichen Körpersignale schwerer zu erkennen sind, kann eine Dranginkontinenz entstehen – ein plötzlich auftretender, sehr starker Harndrang, der manchmal kaum zu kontrollieren ist.

Blutdruckmedikamente

Wenn Sie unter hohem Blutdruck leiden, kann Ihnen der Arzt Medikamente wie Alphablocker, Betablocker oder Kalziumkanalblocker verschreiben. Sie wirken, indem sie die Blutgefäße erweitern und so den Blutdruck senken.

Diese Wirkstoffe können jedoch auch die Muskulatur der Blase entspannen. Dadurch kann der Urin leichter abfließen – manchmal sogar dann, wenn Sie ihn eigentlich zurückhalten möchten. Das kann zu Inkontinenz führen, vor allem bei körperlicher Aktivität, wenn der Druck auf die Blase zusätzlich steigt.

Stimmungsstabilisierer

Stimmungsstabilisierer werden häufig zur Behandlung psychischer Erkrankungen wie einer bipolaren Störung eingesetzt.

Das am häufigsten verwendete Medikament ist Lithium. Bei einer langfristigen Anwendung kann Lithium jedoch in seltenen Fällen eine Erkrankung namens Diabetes insipidus auslösen (sie hat nichts mit Diabetes mellitus zu tun). Bei dieser Erkrankung können die Nieren Wasser nicht richtig zurückhalten – dadurch steigt die Urinproduktion deutlich an.

Weitere mögliche Medikamente, die Inkontinenz verursachen können

Neben verschreibungspflichtigen Medikamenten können auch einige frei verkäufliche Mittel Ihr Risiko für Inkontinenz erhöhen. Manche dieser Medikamente gibt es sowohl ohne Rezept als auch in stärkeren Dosierungen auf Rezept. Deshalb sollten Sie Ihre Dosierung niemals eigenständig anpassen, sondern dies immer mit Ihrem Arzt besprechen.

Hier sind einige der frei verkäuflichen Medikamente, die Inkontinenz begünstigen können.

Antihistaminika

Antihistaminika werden häufig eingenommen, um Beschwerden bei Heuschnupfen oder anderen Allergien zu lindern. Einige dieser Mittel können jedoch die Blasenmuskulatur entspannen und dazu führen, dass Ihre Blase Urin zurückhält und sich nicht vollständig entleert. Dies kann zu einer Überlaufinkontinenz führen – also dazu, dass die Blase zu voll wird und kleine Mengen Urin ungewollt austreten. Gleichzeitig kann das Gefühl entstehen, häufiger zur Toilette zu müssen.

Schlafmittel

Viele Menschen greifen zu einem Schlafmittel, um nachts besser zur Ruhe zu kommen. Doch manchmal können Schlaftabletten den Schlaf eher stören – nämlich dann, wenn sie als Nebenwirkung Inkontinenz auslösen.

Durch die beruhigende Wirkung kann es passieren, dass Sie die natürlichen Signale Ihres Körpers, aufzuwachen und zur Toilette zu gehen, nicht wahrnehmen. In der Folge kann es zu einer Dranginkontinenz kommen oder – vor allem nachts – sogar dazu, dass Sie unbemerkt Urin verlieren und das Bett nass wird.

Inkontinenz durch Medikamente: was Sie tun können

Auch wenn bestimmte Medikamente eine Inkontinenz auslösen können, gibt es verschiedene Möglichkeiten, Ihre Beschwerden zu lindern und das Risiko zu verringern. Manche Medikamente sind jedoch unbedingt notwendig – deshalb ist es sinnvoll, zunächst zu lernen, wie Sie mit der Inkontinenz umgehen können.

Der erste Schritt ist immer das Gespräch mit Ihrem Arzt. Informieren Sie ihn über Ihre Symptome. Er kann dann beurteilen, ob eine Anpassung oder ein Wechsel des Medikaments möglich ist. Setzen Sie verschriebene Medikamente niemals ohne ärztliche Empfehlung ab.

Falls Ihr Medikament nicht verändert werden kann, gibt es verschiedene Lebensstilmaßnahmen, mit denen Sie das Risiko von Inkontinenzbeschwerden deutlich senken können.

Einige der besten Möglichkeiten, Ihr Risiko für Inkontinenz zu verringern, sind:

Koffein vermeiden

Koffein wirkt anregend auf die Blase. Wenn Ihre Urinproduktion bereits erhöht ist, können sich Ihre Beschwerden dadurch verstärken. Ob häufiger Harndrang oder eine plötzliche Dranginkontinenz – Koffein kann die Symptome intensiver machen.
Versuchen Sie, auf entkoffeinierte Getränke umzusteigen, um die Blase weniger zu reizen und das Risiko von Inkontinenz zu reduzieren.

Flüssigkeitszufuhr beobachten

Ausreichend zu trinken ist wichtig, aber zu viel Flüssigkeit kann Ihre Inkontinenzbeschwerden verstärken. Achten Sie darauf, wie viel Sie über den Tag verteilt trinken, und vermeiden Sie größere Mengen kurz vor dem Schlafengehen. Das hilft, nächtlichen Urinverlust zu reduzieren.

Alkoholkonsum reduzieren

Auch Alkohol kann die Blase stimulieren und so Inkontinenz fördern. Zusätzlich kann Alkohol Ihr Bewusstsein für den Harndrang beeinträchtigen – besonders im Schlaf. Weniger Alkohol zu trinken ist nicht nur gut für Ihre allgemeine Gesundheit, sondern hilft Ihnen auch, Inkontinenz besser zu kontrollieren.

Inkontinenzprodukte verwenden

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Sources

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