Das Gespräch steuern — Tipps für Patientengespräche über Inkontinenz

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Als medizinische Fachkraft sind Sie es vielleicht gewohnt, schwierige Gespräche mit Patienten oder Eltern eines Kindes zu führen oder komplizierte Diagnosen zu erklären. Einige Themen können jedoch schwieriger zu besprechen sein als andere. Inkontinenz ist ein Thema, das vielen Patienten unangenehm ist, wodurch sie möglicherweise nicht wissen, wie sie ihre Symptome erklären sollen. Dies kann dazu führen, dass Patienten nicht die Unterstützung und Beratung erhalten, die sie zur Verbesserung ihrer Lebensqualität benötigen.

Es gibt jedoch Möglichkeiten, Gespräche über Inkontinenz zu steuern und in positive Erfahrungen für Ihre Patienten zu verwandeln.

In diesem Beitrag geben wir Ihnen effektive Tipps, wie Sie mit Ihren Patienten über Inkontinenz sprechen können, damit sie die nötige Unterstützung erhalten, ohne sich verlegen oder beschämt zu fühlen.

Die Bedeutung effektiver Kommunikation

Wenn es um sensible Themen wie Inkontinenz geht, ist eine effektive Kommunikation zwischen medizinischen Fachkräften und Patienten entscheidend. Patienten suchen zwar Rat zu ihrer Erkrankung, doch darüber zu sprechen, kann entmutigend sein – vor allem, wenn es das erste Mal ist.

Weisen Sie Ihre Patienten darauf hin, dass Inkontinenz ein häufiges Problem ist und dass es zahlreiche Inkontinenzprodukte und -behandlungsmöglichkeiten gibt, die Abhilfe schaffen können.

Indem Sie Ihr Wissen über die Erkrankung effektiv weitergeben und Ihren Patienten individuell beraten, können Sie sicherstellen, dass sie das Gespräch mit dem gestärkten Gefühl verlassen.

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Herausforderungen für medizinische Fachkräfte

Manchmal kann es schwierig sein, mit Patienten über Inkontinenz zu sprechen. Zu diesen Herausforderungen gehören beispielsweise:

  • Patienten möchten möglicherweise nicht darüber sprechen, da es für sie ein Tabuthema ist
  • Sie möchten möglicherweise nicht zugeben, dass sie an Inkontinenz leiden
  • Sie fühlen sich von dem, was Sie sagen, überfordert
  • Deutsch ist vielleicht nicht ihre Muttersprache oder sie kommunizieren durch Gebärdensprache
  • Sie verfügen möglicherweise über einen eingeschränkten Wortschatz oder können nicht lesen
  • Es ist ihnen unangenehm, mit anderen außerhalb ihres sozialen Umfelds darüber zu sprechen

Es ist wichtig zu wissen, wann man das Thema Inkontinenz ansprechen sollte. Am besten sprechen Sie es an, wenn Ihr Patient ruhig ist und sich auf Ihre Worte konzentrieren kann. Versuchen Sie, auf Anzeichen zu achten, die darauf hindeuten könnten, dass Ihr Patient auch mit Ihnen etwas besprechen möchte.

Als medizinisches Fachkraft ist es wichtig, dass Sie verstehen, wann ein Patient an einen Facharzt überwiesen werden muss. Sie können zwar Unterstützung und Ratschläge geben, aber in manchen Fällen sind die Bedürfnisse von Inkontinenzpatienten am besten durch einen Spezialisten für Inkontinenz zu erfüllen.

Es ist möglich, diese Herausforderungen zu meistern und dies kann die allgemeine Lebensqualität Ihres Patienten erheblich verbessern.

Die wichtigsten Tipps, um einfühlsam über Inkontinenz zu sprechen

Auch wenn es einige Herausforderungen zu bewältigen gibt, kann das Gespräch über Inkontinenz eine große Auswirkung darauf haben, wie gut ein Patient mit seiner Erkrankung zurechtkommt. Sie sollten einen einfühlsamen, sachlichen Tonfall wählen. Wenn Sie sich unwohl fühlen, lassen Sie sich das nicht anmerken, denn das kann auch für Ihren Patienten unangenehm werden.  

Erkennen und bewerten Sie, wie Ihr Patient kommuniziert, und achten Sie auf nonverbale Signale. Einfache Techniken wie die Verwendung von einfachen technischen Hilfsmitteln, Zeichen und Bildsymbolen können hilfreich sein, wenn es Ihrem Patienten schwer fällt.

Im Folgenden finden Sie einige unserer wichtigsten Tipps, die Ihnen helfen, diese schwierigen Gespräche zu führen und dabei sowohl Ihnen als auch Ihrem Patienten Selbstvertrauen zu vermitteln.

Vertrauen und Geborgenheit schaffen

Eines der wichtigsten Dinge, die Sie tun können, ist, bei Ihrem Patienten Vertrauen und Geborgenheit aufzubauen. Wenn Sie ihm helfen, sich wohlzufühlen, ist er vielleicht eher bereit, über schwierige Themen oder besonders unangenehme Symptome zu sprechen.

Manche Patienten profitieren auch von der Gewissheit, dass ihr Gespräch vertraulich bleibt und nicht ohne ihre Zustimmung weitergegeben wird. Dies trägt dazu bei, Vertrauen aufzubauen, und kann dazu führen, dass sie eher bereit sind, Ihnen persönliche Informationen mitzuteilen.

Einfühlsame Sprache verwenden

Der richtige Sprachgebrauch kann Gespräche über Inkontinenz für Sie und Ihren Patienten vereinfachen. Versichern Sie Ihren Patienten, dass Inkontinenz keine seltene Erkrankung ist und dass es möglich ist, sie effektiv zu behandeln.

Jeder Patient ist anders; manche sprechen gerne über ihre Toilettengewohnheiten, andere nicht. Daher kann es hilfreich sein, sich in die Lage eines Patienten zu versetzen und darüber nachzudenken, was Sie sich von Ihrer medizinischen Fachkraft wünschen würden. Dies kann Ihnen helfen, einige offene Fragen und unterstützende Formulierungen zu finden, damit sich die Betroffenen wohler fühlen.

Inkontinenz ist eine Erkrankung, die allein nur schwer zu behandeln ist und bei Patienten negative Gefühle hervorrufen kann. Versuchen Sie daher, Verständnis zu zeigen, wenn Ihr Patient verschlossen ist, wenn Sie mit ihm darüber sprechen.

Wenn Sie in Ihren Gesprächen Mitgefühl zeigen, wird sich Ihr Patient möglicherweise eher trauen, sich zu öffnen.

Patienten aufklären

Viele Patienten haben eine strikte Vorstellung davon, wie Inkontinenz aussieht, und glauben an viele der damit verbundenen Stereotypen und Stigmata. Indem Sie jedoch Ihren Patienten die Ursachen, Symptome und häufigen Missverständnisse erklären, können Sie Ihren Patienten das nötige Wissen vermitteln, damit sie die Erkrankung vollständig verstehen.

Auch Infomaterial kann für Patienten eine große Hilfe sein, insbesondere wenn sie sich überfordert fühlen. Manche Patienten brauchen Zeit, um sich allein oder mit ihren Angehörigen zurechtzufinden, so dass die Bereitstellung von Informationsmaterial für sie den entscheidenden Unterschied machen kann.

 

Einen offenen Dialog führen

Es ist wichtig, dass Sie Ihren Patienten in diesen Gesprächen vermitteln, dass sie sich wohlfühlen und offen über ihre persönlichen Erfahrungen sprechen können. Wenn Sie ihnen offene Fragen stellen und nicht nur mit "Ja" oder "Nein" antworten, kann dies weniger aufdringlich wirken.

Wenn Sie z. B. fragen: "Haben Sie Probleme beim Toilettengang?", hat der Patient Gelegenheit, seine Symptome zu erklären, ohne das Gefühl zu haben, dass er gleich mit einer Diagnose konfrontiert wird.

Manche Patienten brauchen viel Mut, um offen über ihre Symptome zu sprechen. Versuchen Sie daher, den Dialog offen zu halten und das Gespräch auf natürliche Weise ohne direkte Fragen zu führen (es sei denn, dies ist notwendig).

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Zusammenarbeit bei der Entscheidungsfindung

Ein letzter Tipp ist, wenn Sie mit Ihren Patienten über Inkontinenz sprechen, sie in die Entscheidungsfindung über ihre Erkrankung einzubeziehen.

Schließlich gibt es viele verschiedene Behandlungsmöglihkeiten und Produkte, und jeder Patient hat seine eigenen Bedürfnisse und Vorlieben. Wenn Sie einem Patienten einfach vorschreiben, was er zu tun und zu lassen hat, kann er sich eingeschränkt fühlen oder das Gefühl haben, dass er bei der Entscheidung kein Mitspracherecht hat.

Fragen Sie die Patienten nach ihren Wünschen und beziehen Sie sie bei jedem Schritt mit ein. Wenn der Patient einen pflegenden Angehörigen hat, sollten Sie diesen so aktiv wie möglich einbeziehen.

Indem Sie gemeinsam mit Ihrem Patienten Entscheidungen über dessen Behandlungsplan treffen, können Sie ihm helfen, die Kontrolle über seine Inkontinenz zu übernehmen. Denken Sie daran, dass die Pflege auf die Person ausgerichtet sein und sich nicht nur auf Aufgaben und Prozesse konzentrieren sollte. Ein wichtiger Bestandteil der Pflege ist es, die Besonderheiten der Person, einschließlich ihrer Werte, Gefühle und Überzeugungen, zu berücksichtigen und ihre Würde zu fördern. 

Inkontinenzprodukte von Attends

Obwohl Inkontinenz eine komplizierte Erkrankung ist, müssen die Gespräche mit Patienten nicht schwierig sein. Indem Sie ihnen Wissen und Infomaterialien zur Verfügung stellen, einen offenen und einfühlsamen Dialog fördern sowie Vertrauen aufbauen, können auch Sie Ihre Gespräche problemlos führen.

Auch wenn es darum geht, Patienten über Inkontinenzprodukte zu informieren, können Sie sich darauf verlassen, dass Attends mit mehr als 45 Jahren Erfahrung in der Inkontinenzversorgung, die Bedürfnisse Ihrer Patienten erfüllt. Wir bieten Ihnen eine große Auswahl an Produkten, die Ihren Patienten dabei helfen können, ihre Inkontinenz täglich zu bewältigen.

Erfahren Sie mehr über unsere Inkontinenzprodukte.

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